VDE/ZVEI-Symposium Mikroelektronik 

Programm 

 

Das Programm als PDF herunterladen.

 

Dienstag, 28. September 2010

09:00 Begrüßung

durch den Conference Chairman, Thomas Hötzel, Atmel Automotive GmbH, Heilbronn

 

Key Note Sessions

9:15  Die deutsche und europäische Halbleiterindustrie im Umbruch. Perspektiven einer neuen europäischen Innovations- und Technologiepolitik

 

Bild Jochen Homann

 

 Jochen Homann

 Staatssekretär Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

 

 

 

Stärkung von Innovation und Technologie ist der Königsweg, um globale Herausforderungen wie den Klimawandel zu bewältigen und um zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen. Daher wird die Bundesregierung im Rahmen der neuen Hightech Strategie die Rahmenbedingungen für Schlüsseltechnologien weiter verbessern.

Auch Europa stellt die „Key Enabling Technologies“ im Rahmen des neuen Innovationsplanes in das Zentrum der Betrachtung. Unter anderem wird die Halbleiterindustrie (Mikroelektronik) als Enabler identifiziert („Chips sind nicht alles, aber ohne Chips ist alles nichts“).

Zurzeit sind die europäischen Halbleiterunternehmen in einer Umbruchphase, in der viele ihre Geschäftsmodelle ändern und sich neue Firmen gründen. Früher lag der Herstellungsprozess eines Produktes vollständig in der Hand eines Halbleiterunternehmens inklusive eigener Produktionskapazitäten. Heute gibt es neben solchen klassischen Firmen immer mehr Unternehmen, die sich nur mit bestimmten Teilen des Herstellungsprozesses, wie dem Design und/oder Testen oder aber auch nur mit der Auftragsfertigung, beschäftigen. Dieser Prozess der Neuausrichtung ist weltweit zu beobachten.

Damit stellt sich die Frage, inwieweit die deutsche und europäische Politik diesen Wandlungsprozess der Industrie, die eine Basistechnologie für unsere Zukunftsfähigkeit produziert, im Sinne von EU 2020 unterstützen kann und wird ohne in eine sektor- oder unternehmensspezifische Industriepolitik abzugleiten. Dabei stehen die innovations-freundlichen und wettbewerbsneutralen Rahmenbedingungen im Vordergrund.

Vordringliche Aufgabe der Politik ist es, für vergleichbare Rahmenbedingungen im internationalen Wettbewerb einzutreten.

 

9:45 Leistungshalbleiter und Mikrosystemtechnik im Automobil – Schlüsseltechnologien für CO2 Reduktion, Elektromobilität und Sicherheit

 

Dr. Stefan Kampmann                                  

 Dr. Stefan Kampmann

 Executive Vice President Automotive Electronics, 

 Robert Bosch GmbH, Reutlingen

 

 

Die Weiterentwicklung des Automobils ist getrieben durch die mittlerweile weltweiten Trends nach mehr Sicherheit und umweltschonendem Fahren.

Neue, intelligente elektronische Systeme wie z.B. ACC, ESP, Start/Stopp- und elektrische Lenksysteme sowie die Elektrifizierung des Antriebsstrangs mit Hybrid- und vollelektrischen Systemen unterstützen dies.

Die Bedeutung der Mikroelektronik, der Leistungshalbleiter und der Mikrosystemtechnik in diesen neuen Automotive Lösungen steigt stetig an. Der Schlüssel zum Erfolg sind spezifische Umsetzungen dieser Technologien, mit denen die hohen Qualitätsanforderungen der Automobilindustrie erreicht werden können. Mit der im Frühjahr diesen Jahres eröffneten 200mm Halbleiterfabrik stehen der Robert Bosch GmbH die neuesten Halbleitertechnologien für die Entwicklungund Fertigung zukünftiger Automobilelektroniken an einem Standort in Deutschland zur Verfügung.

 

10:15 „Technology R&D Leadership Bringing Competitive Advantage in the Field of  Multimedia Convergence and Power Applications“.

 

Bild Jean-Marc Chery

 

 Jean-Marc Chery

 Executive Vice President &

 Chief Technology Officer, STMicroelectronics, Plan-Les-Ouates,

 Geneva, Switzerland

 

ST's leadership in technology enables differentiated/competitive products and leverage full multi sourcing supply chain efficiency as well.

Its cooperative / distributed R &D model allows leveraged capture of technology innovation but mitigating risk of mistaken choice within the R&D innovation flow.

ST surfing on more complexity, tremendous technical challenges waves but continuing to invest in deep knowledge of process, design enablement, manufacturing and their interactions will sustain its undisputed leading position in multimedia convergence and power applications.

10:45 Kaffee

 

 Session kapital

 

11:15 Venture Capital – an Opportunity for Fostering Innovation

 

 Bild Dr. Claus Schmidt

 

 Dr. Claus Schmidt

 Managing Director Robert Bosch

 Venture Capital GmbH, Stuttgart

 

 

The semiconductor industry as a highly innovative industry segment needs access to new innovations. These innovations are not coming from large enterprises only but very often from young startup companies pushing forward great ideas within highly motivated teams. These companies need financial support in order to develop their ideas for going to market. Depending on the stage of the company different financial vehicles are available. A successful financing of a startup company requires a seemless financing strategy from the very beginning.

Looking at the German venture capital market there are some major deficiencies from the view of the entrepreneurs as well as from the view of the Venture Capitalists. We will highlight some of these deficiencies and their relationship and relevance to the semiconductor industry. Additionally we will discuss some thoughts on how to improve them.

 

 

11:45 „Gründen: Das Märchen der guten Idee …“

 

Bild Dr. Andreas Olmes

 

 Dr. Andreas Olmes

 Senior Investment Manager, High-Tech

 Gründerfonds Management GmbH,

 Bonn

 

Insbesondere bei jungen High-Tech-Gründern kommt es auf wesentlich mehr an als auf die altbekannte „Gute Idee“: Einblicke aus dem alltäglichen Geschäft eines High-Tech- Managers verdeutlichen den spannenden Weg von der Idee zum Markt.

 

  

12:15 Mikroelektronikmarkt 2010 – Stand und Aussichten

 

Bild Dr. Andreas Olmes

 

 Dr. Ulrich Schaefer

 Marktkommission Fachverband

 Electronic Components and Systems,

 ZVEI e.V., Frankfurt/Main

 

Die Mikroelektronik ist eine wesentliche Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg weiter Bereiche der Wirtschaft. Der weltweite Umsatz mit elektronischen Geräten ist inzwischen mit über 1 Billion Euro der größte Einzelmarkt geworden; er hat vor mehreren Jahren den der Kraftfahrzeugindustrie überholt. Insbesondere die Datenverarbeitung, mobile Kommunikation sowie ein großer Teil der Konsumgüterindustrie wären ohne sie nicht denkbar.

In dem Vortrag werden der aktuelle Stand und die wirtschaftliche Erwartung des Mikroelektronikmarktes diskutiert. Es wird dabei besonders auch auf die regionale Verteilung und den Einfluss auf die verschiedenen Industriesegmente eingegangen.

 

12:45 Preisverleihung

 

Verleihung des GMM-Awards an Prof. Dr.-Ing. Heiner Ryssel, Fraunhofer Institut für Integrierte Systeme und Bauelementtechnologie IISB, Erlangen

Verleihung des GMM-Preises

 

13:00 Mittagspause

 

Podiumsdiskussion

 

16:00 Die Rolle der EEX im Energiemarkt

 

 Bild Dr. Hans-Bernd Menzel

 

 Dr. Hans-Bernd Menzel

 Vorstandsvorsitzender,

 European Energy Exchange AG, Leipzig

 

 

Neben einer Kurzvorstellung der European Energy Exchange (EEX) – insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung der Börse in den zurückliegenden zehn Jahren im Spiegel der Liberalisierung der Energiemärkte – will der Vortrag einen Einblick in den Energiehandel an der führenden Energiebörse Kontinentaleuropas geben. Darüber hinaus soll die Entwicklung der Energiemärkte vor dem Hintergrund der Europäischen Integration skizziert werden. Ein Impulsgeber ist dabei die deutsch-französische Kooperation von EEX und Powernext mit der gemeinsamen Strombörse EPEX Spot.

 

Session Energie

16:30 Stand und Zukunft der deutschen Mikroelektronikindustrie

 

Bild Hans-Jürgen Straub

 

 

 Hans-Jürgen Straub

 Chief Executive Officer, X-FAB Semiconductor

 Foundries AG, Erfurt

 

Die Mikroelektronik schafft Voraussetzungen für Produkte und Innovationen in nahezu allen Industrien, in denen Deutschland internationale Spitzenpositionen hält. Die Mikroelektronik und daraus abgeleitete Technologien sind bis in die weitere Zukunft Schlüsseltechnologien oder ‚Key Enabling Technologies' für den industriellen Fortschritt.

Die Mikroelektronik steht in einem weltweiten Wettbewerb, der nicht nur zwischen Firmen, auch zwischen Regionen geführt wird.

Die deutsche Mikroelektronikindustrie hat DRAM`s aufgegeben, auf anderen Feldern ist man noch stark. Wie ist die Position der deutschen Mikroelektronikindustrie einzuschätzen,wie sind die Zukunftsaussichten?

 

Session Research & Development

17:00  Koordinierte Mikroelektronikforschung – der Schlüssel für den Erhalt der   Mikroelektronikkompetenz in Europa

 

Bild Prof. Dr. -Ing. Heinz Gerhäuser

 

 Prof. Dr.-Ing. Heinz Gerhäuser

 Institutsleiter / Leiter Verbund

 Mikroelektronik, Fraunhofer Institut für

 Integrierte Schaltungen IIS, Erlangen

 

Mit den Turbulenzen, die führende Halbleiterfirmen in Deutschland getroffen haben, hat das Thema Mikroelektronik in getroffen haben, hat das Thema Mikroelektronik in Deutschland einen herben Imageverlust hinnehmen müssen. Im Gegensatz zu der hohen Sichtbarkeit der Speicherfertigung zeigt sich jedoch die eigentliche Bedeutung der Mikroelektronik in der breiten Durchdringung aller Branchen. Allein „Silicon Saxony“ umfasst mehr als 200 Unternehmen, die entweder direkt oder indirekt in der Halbleiterbranche tätig sind, nicht gerechnet die Vielzahl der anwendenden Unternehmen. Daher sind die Mikro- und Nanoelektronik und die zugehörigen Forschung unverändert die wesentliche Grundlage für eine weitere positive wirtschaftliche Entwicklung. Halbleitertechnologisches Know-how verzahnt sich durch die immer weitergehende Integration auf Systemebene immer stärker mit dem System Know-how der Unternehmen. Ein Verzicht auf die Beherrschung der Basistechnologien und damit auch auf kritische Komponenten bringt die Systemhersteller unweigerlich in eine möglicherweise fatale Abhängigkeit von ausländischen Technologieanbietern. Der Erhalt des technologischen Know-hows und vor allen Dingen der mikroelektronischen Forschung ist von hoher strategischer Bedeutung nicht nur für den Wirtschaftsstandort Deutschland sondern für den ganzen europäischen Wirtschaftsraum. Im Vergleich zu den Aktivitäten im US-amerikanischen und dem asiatischen Raum sind die europäischen Forschungseinrichtungen und die nationalen Forschungsbudgets jeweils für sich genommen zu klein, um im globalen Umfeld allein bestehen zu können. Die Entwicklung einer gemeinsamen europäischen Forschungspolitik für die Mikroelektronik und eine Arbeitsteilung der Forschungseinrichtungen in Europa sind ein Schlüssel für eine Überlebensstrategie der Mikroelektronikkompetenz in Europa. Mit der Heterogeneous Technology Alliance ist von CEA, CSEM, Fraunhofer und VTT ein erster Ansatz gemacht worden, Kompetenzen in wichtigen Bereichen zu bündeln und arbeitsteilig die Position der europäischen Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik zu erhalten und auszubauen. Neben fachlicher Kooperation soll mit der HTA erreicht werden, dass die beteiligten Institutionen eine gemeinsame Forschungsstrategie entwickeln, Investitionen abstimmen und gemeinsam die europäischen Unternehmen der Mikroelektronik und ihrer Anwendungen unterstützen.

 

 17:30  Die Halbleiterindustrie in der Welt, in Europa und in Deutschland

 

 Bild Dr. Andreas Wild

 

 Dr. Andreas Wild

 Executive Director, ENIAC Joint

 Undertaking, Brussels, Belgium

 

 

Die Halbleiterindustrie, die als Schlüsselindustrie für die Informationsgesellschaft allgemeine Anerkennung genießt, befindet sich in Umwandlung unter dem Druck der eigenen Dynamik und des globalen Wettbewerbs. Durch die einmalige Wirkung der Miniaturisierung ist es gelungen, die Kosten einer Funktion binnen 25 Jahren millionenfach zu reduzieren, dadurch zusätzliche Anwendungen zu ermöglichen und den Weltmarkt zu vergrößern. Gleichzeitig sind aber die erforderlichen Investitionen für eine wettbewerbsfähige Fabrik ins Uferlose gestiegen. In den letzten Jahren haben amerikanische Unternehmen die meisten Kapitalzuwendungen getätigt und sind dominant geblieben, aber die meisten Produktionskapazitäten wurden in Asien angesiedelt. Europa hat eine positive Entwicklung in der Forschung und Entwicklung gehabt, aber Marktanteile verloren. Kein deutsches Unternehmen hat sich unter den ersten 10 der Welt behaupten können, aber Deutschland darf noch an der modernen Herstellung dank internationaler Investitionen teilnehmen und auf den Mittelstand hoffen. Diese kapitalintensive Industrie hat sich immer durch Partnerschaften zwischen privaten Firmen und staatlichen Unterstützungsprogrammen entwickelt. Wie kann die Zukunft dieser Industrie in Europa und in Deutschland dauerhaft abgesichert werden?

 

18:00  Verabschiedung

 

18:30  Treffen im Hotelfoyer zum edaForum10-Abendessen

 

Anschließend edaForum10-Abendessen im Museum „The Story of

Berlin“

 

 
 
Impressum | © 2010 VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.